Heilung der Mutterwunde & das Bewusstsein über die Grenzen der Empathie in einseitigen Beziehungen
Nicht immer geht es bei der Heilung der Mutterwunde direkt um sie. Manchmal ist es ein symbolisches Fragment in der Ahnenlinie, ein vererbter Schmerz der durch Generationen getragen wurde, der sich in den immer gleichen Mustern in unserem Leben zeigt. Oftmals geschieht dies für uns unbewusst oder wir merken es (lange) nicht. Es zeigt sich insbesondere für Frauen, aber auch für Männer, in der Art und Weise wie sie klein und still gehalten werden, wie sie entwertet und missachtet werden. Sehr oft lässt sich diese Wunde an Ablehnung, sowie kleinen und großen Grausamkeiten erkennen, von Dritten oder sich selbst gegenüber. Sie kann sich geschickt hinter negativen Glaubensgrundsätzen verstecken ... wie beispielsweise hinter dem Gefühl die eigene Intuition sei unwichtig, man selbst könne eh nichts bewegen, es war immer schon so, dass die eigenen Wünsche und Gefühle zu viel sind, und, dies ist besonders häufig: dass Liebe nicht greifbar und immer mit Hürden, Unerreichbarkeit und vor allem Anforderungen daher kommt.Perfektionismus, Selbst Sabotage, übermäßiges Geben und (Be-)Schützen stellen die gelebten Negativaspekte von Mütter- und Väterlichkeit dar. Als stille Unterdrückung der eigentlich angeborenen Kraft der Weiblichkeit und Männlichkeit, ist es das angeborene Erbe, welches Dir beinahe Gebetsartig erzählt, dass Du nicht genug, nicht wertvoll und sicher bist. In die eigene Kraft zu kommen und zu heilen, bedeutet, vollkommen anzunehmen, was Dir niemals genommen werden konnte. Das was Du in Dir trägst und was brav und genügsam im Schatten schlummerte. Und wenn es doch einmal zum Vorschein kam, umgehend unterdrückt und entwertet wurde. Deine Stimme, Dein Körper, Deine Intuition, Dein Sein, Dein Werden, Deine heillige Kreativität und Individualität und dein (an-)geborenes Recht vollkommen gesehen zu werden und Deinen Platz zu haben.Hochsensible, feinfühlige Menschen, sogenannte Empathen lieben meist sehr tief und hingebungsvoll, jedoch, wenn das Bewusstsein über die Mutterwunde fehlt, meist nicht besonders weise. Empathen verstehen, vergeben und sehen unermüdlich das Gute im Gegenüber, ohne dass es dafür einen Anlass gäbe. Sie übernehmen übermäßig Verantwortung im Aussen und lassen sich dabei selbst gerne im Stich. In Partnerschaften mit dem falschen Lebenspartner, wird diese Empathie schnell zum eigenen Verhängnis. Eine vergiftete Partnerschaft genügt, um Dein Leben aus den Angeln zu heben. Dein Frieden...Deine Zuversicht...Deine Gesundheit...Deine Zeit...Deine Energie...Stück für Stück werden Sie geraubt, Dein Empathie wird zum Lebenselixier des Gegenübers, während man sich von der Kammer Deiner Seele nährt, die DICH eigentlich kraftvoll macht. Jedes Mal, wenn das Bauchgefühl ignoriert wird, entscheidet man sich nicht für die Liebe. Man wählt die eigene Destabilisierung, sich stets kleinzuhalten für eine (Er-)Lösung, die niemals kommt, für ein Miteinander, welches nie zur Debatte stand. Aus genau diesem Grund sollten Frauen wie Männer das ganze "Sein" von Weiblichkeit und Männlichkeit sehen, annehmen, verstehen und in Balance seelisch integrieren lernen. Empathie und Selbstaufgabe sind nicht das Selbe. Zudem sind es insbesondere die gemeinhin "dunkleren" Aspekte des Frau- und Mannseins, welche uns klar sehen, verstehen und in unser Bauchgefühl vertrauen lassen. In sehr vergifteten, einseitigen Beziehungsformen, insbesondere in narzisstischen Beziehungen entspringt in diesem Bewusstsein die Kraft zu gehen. Und das ohne Angst, denn die Empathie ist zu dem geworden, was immer ihr Geschenk war. Man kann es auch Urvertrauen und Selbstwert nennen.Die Mutterwunde zu heilen ist der Schlüssel zur eigenen Kraft und Entfaltung. Diese Form von Schattenarbeit ist bisweilen heftig. Es ist Arbeit. Denn es werden nicht nur eigene Schmerzpunkte offengelegt, sondern auch die der eigenen Familie und Ahnen. Es ist der Geist der eigenen Mutter, des eigenen Vaters, der Großmutter, des Großvaters, der Ur- Großmutter, des Ur- Großvaters... All jene, die ihre eigene Kraft nicht vollkommen ergreifen konnten.Die Mutterwunde zu heilen, was auch bedeutet zu betrauern, was man (bis jetzt) nicht hatte oder erwidert wurde, ist eine Transformation hin zu Vertrauen, Liebe, Loyalität, Verbindung und wahrhaftiges in BE- ziehung gehen.Habe den Mut, die Wunden zu heilen, die das Leben Deiner Ahnen ein Lebenlang und Dich bis zu Deinem jetzigen Kapitel eingeschränkt und unterdrückt haben und Dir somit kein erfülltes Liebesleben beschert haben. Das ist mein Wunsch für Dich.Denn, um es in den Worten von Rumi festzuhalten: "Wer Perlen will, darf sie nicht in einer Wasserlache suchen. Er muss bis zum Grund des Ozeans tauchen".
Medium, hellfühlend und hellsehend, Kartenlegen ,klare Frage- klare Antwort
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